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Gesundheit hat heutzutage landläufig die Bedeutung „frei von akuter Krankheit, frei von Fieber und Unwohlsein“. Fragen Sie einmal Angehörige unserer älteren Generation! Wenn sie gerade keinen grippalen Infekt oder ähnliches haben, wenn sie nichts spüren, halten sie sich für gesund und meinen, es ginge ihnen gut. Und das, obwohl sie beispielsweise keine Gallenblase mehr haben und/oder an Asthma, Migräne, Rheuma, Hüftgelenkarthrose, Vitiligo oder anderen chronischen Krankheiten leiden! Laut klinischem Wörterbuch Pschyrembel bezeichnet Gesundheit „im weitesten Sinne nach der Definition der WHO den Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“ und „im engeren Sinne das subjektive Empfinden des Fehlens körperlicher, geistiger und seelischer Störungen bzw. Veränderungen“. Also weitaus mehr, als man zu denken gewohnt ist. Der Begriff ist theoretisch sehr viel weitgefaßter, als in der herkömmlichen Praxis umgesetzt. Homöopathisch betrachtet erhebt der Begriff Gesundheit einen noch höheren Anspruch! Hier geht es nämlich um Dimensionen, welche an fast absolute Gesundheit grenzen, wie sich schon Altmeister Hahnemann vor mehr als 150 Jahren ausdrückte. Und genau das muß auch das Ziel einer jeden homöopathischen chronischen Behandlung sein. So gesund, daß man steht wie der Fels in der Brandung.
Beobachtungen aus meiner homöopathischen Praxis heraus haben immer wieder bestätigt, daß wir eine vierstufige oder gar fünfstufige „Hierarchie“ von Gesundheit definieren können, was bei der Behandlung kinderreicher Familien besonders gut zum Ausdruck kommt, denn hier gelten für jedes einzelne Kind dieselben familiären miasmatischen Voraussetzungen, sofern Vater und Mutter dieselben sind! Die ersten Kinder dieser Familien, die anfangs noch gegen die eine oder andere Krankheit geimpft sowie im Krankheitsfall mit immunsuppressiven Arzneimitteln (Fieberzäpfchen, Antibiotika, Cortison etc.) behandelt wurden, um dann später mit einer antimiasmatischen chronischen Kur zu beginnen, sind in jeder Hinsicht auffallend gesünder, vitaler, umgänglicher und weniger infektanfällig, als alle anderen Kinder im Kindergarten oder in der Schule, welche weitergeimpft und nicht homöopathisch (chronisch) betreut wurden. Bei den zweiten Kindern dieser Familien wurde dann aufgrund der guten Erfahrungen mit der chronischen Homöopathie von Anfang an auf Impfungen verzichtet und darüber hinaus im Krankheitsfalle zu keinem Zeitpunkt immunsuppressiv eingegriffen. Diese Kinder sind nochmals einen Deut gesünder als ihre zuvor beschriebenen älteren Geschwister, was allerdings meist nur von den Angehörigen und Therapeuten wahrgenommen wird. Und die letzten Kinder dieser Familien haben dann den besten Start ins Leben, denn vor deren Zeugung ließen sich nun auch die Eltern selbst chronisch, das heißt antimiasmatisch, vorbehandeln: zum einen die Mutter während der Schwangerschaft (homöopathische antimiasmatische Schwangerschaftsbegleitung) und zum anderen – was weitaus besser ist – beide Elternteile gemeinsam weit vor dem eigentlichen Zeugungstermin des Kindes, so daß die hereditären Miasmen an dieses nicht mehr in jener Intensität (günstigstenfalls überhaupt nicht mehr) weitergegeben werden konnten, wie dies bei den älteren Geschwistern noch der Fall war. Diese Kinder sind – so kann man immer wieder beobachten – mit deutlichem Abstand die gesündesten und, im Sinne der Medizin, unauffälligsten (bzw. heute müßte man eher das Gegenteil sagen, denn derartige Kinder fallen aufgrund ihres liebevollen Wesens, ihrer hohen Vitalität, schnellen Auffassungsgabe und robusten Gesundheit geradezu auf!).
Mit weiteren Generationen kann man auf diese Weise sicherlich wieder zu fast absoluter Gesundheit für alle kommen! Insgesamt gesehen, ist nämlich zu beobachten, daß Menschen, die inzwischen in zweiter oder dritter Generation homöopathisch behandelt wurden, „chronisch gesund“ sind und nur selten akut erkranken, und wenn, dann nur kurz und heftig, aber ohne Komplikationen. Genauso, wie es Hahnemann schon damals gesagt hat.
Zusammenfassend stellt sich also die vierstufige (bzw. fast fünfstufige) Hierarchie von Gesundheit, wie folgt, dar:
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Mit Blick auf die Miasmen gestaltet sich demnach der optimale Einstieg für eine homöopathische chronische Behandlung (Kur) aus Sicht eines Kindes schon vor der Zeugung bei den zukünftigen Eltern. Hier kann man noch etwas hinsichtlich der miasmatischen Einflüsse beider Elternteile samt deren Blutsverwandtschaft tun. Es ist also sinnvoll, schon weit vor der Gründung einer Familie mit einer chronischen Behandlung beider (zukünftigen) Elternteile zu beginnen, damit die Miasmen beider Linien weitgehend abgetragen werden können und somit nicht mehr an den Fetus bzw. das Kind weitergegeben werden. Die Länge des Zeitraums, der dafür zu veranschlagen ist, ist sehr individuell und – wie immer in der Homöopathie – abhängig von der Komplexität und der Intensität der zugrundeliegenden miasmatischen Belastungen.
Wurde dieser Zeitpunkt für den Beginn einer chronischen Behandlung aus Sicht eines Kindes versäumt, so bietet sich als zweitbester Einstieg die Zeit der Schwangerschaft an, in der man viel für die werdende Mutter und damit für die Gesundheit des noch ungeborenen Kindes tun kann. Allerdings nur hinsichtlich der mütterlichen Richtung. Die väterliche Linie ist dadurch nicht abgedeckt, da man ja „nur“ die Symptomatik und Zusammenhänge der Mutter behandeln kann. Dennoch sollte dieser Zeitpunkt nicht verpaßt werden, da „während der Schwangerschaft das Miasma sehr deutlich spricht“ und diese in utero vorbehandelten Kinder ohne Zweifel einen besseren Start ins Leben bekommen. Doch werden in den seltensten Fällen neun Monate homöopathische Schwangerschaftsbegleitung dazu ausreichen, um alle Miasmen der Mutter endgültig zu eliminieren, so daß die Behandlung im Säuglings- oder Kleinkindalter fortzuführen ist, sofern die Symptome dies ermöglichen.
Der drittbeste Einstieg ist der im frühen Säuglingsalter. Und zwar aus Gründen der noch „unverdorbenen Lebenskraft“, die sich weder mit Impfungen, Antibiotika, Cortisonen und/oder anderen immunsuppressiven Arzneimitteln auseinandersetzen mußte und deshalb noch unverfälscht ist und ziemlich spontan reagieren kann. Die Symptome sind in diesem Fall auch die echten Symptome des kleinen Patienten, weder verwischt durch das Arzneimittelmiasma noch verschoben durch Unterdrückungen.
Selbstverständlich kann in jedem Lebensalter mit einer homöopathischen Behandlung begonnen werden, vom Säugling bis hin zum hochbetagten Menschen. Aus Sicht eines Kindes gibt es jedoch die gerade vorgestellten prädestinierten Zeitpunkte für den optimalen Einstieg in diese sanfte Heilkunde.
Zu guter Letzt noch ein Zitat des homöopathischen Kinderarztes Dr. Andreas Gentner, welches in diesem Sinne spricht: „Da sich uns die Miasmen bereits in der Kindheit und Jugend in Form jeder noch so banalen Erkrankung zeigen, ist dies ein besonders günstiger Zeitpunkt, um die Miasmen schon in den allerersten Anzeichen zu erkennen, sie durch entsprechend antimiasmatische Behandlung zu beseitigen und dadurch weiteren schwereren Erkrankungen vorzubeugen.“
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