Die homöopathische Erstverschlimmerung

Ein typisches Phänomen bei homöopathischen Behandlungen ist die sog. Erstverschlimmerung, auch homöopathische Verschlimmerung genannt. Sie ist im Prinzip ein positives Zeichen und bedeutet, daß das verabreichte Arzneimittel paßt.
 

Homöopathische Verschlimmerung bedeutet:
 

Hahnemann-Paris

eine anfängliche Verschlimmerung der Symptome des Patienten
unter Besserung seines Allgemeinzustandes.


Der Patient wird sich i. d. R. insgesamt besser fühlen, obwohl sich einige (lokale) Symptome deutlich verschlimmert haben. („Meinem Magen geht es schlechter.“ jedoch: „Ich fühle mich besser.“ oder: „Mir geht es besser.“)

Mit anderen Worten: Der Patient verschlimmert sich weder insgesamt von seinem Zentrum her, noch tauchen neue, bisher nicht vorliegende Symptome auf. Einzige Ausnahme: Sie gehören zum Mittelbild des Homöopathikums oder resultieren von früher, sind also quasi zum Rückspulungsprozeß gehörig. Die Dauer einer Erstverschlimmerung sollte relativ kurz sein; ihr folgt dann zunehmende Besserung.

Eine Erstverschlimmerung braucht nicht in jedem Falle aufzutreten. Wenn sie jedoch vorkommt, ist sie von gutem prognostischem Wert und hat folgende Aussagekraft:

  • Das verabreichte Arzneimittel paßt; es handelt sich um das Simile.
  • Der Organismus hat gut reagiert und der Patient ist auf dem Weg der Heilung.

 

 

Hahnemann (Paris)

 

Bei LM-Potenzen (Q-Potenzen) lassen sich häufig auch sog. Spätverschlimmerungen beobachten. Hierbei handelt es sich um im späteren Verlauf der Kur wiederauftretende Beschwerden, die i. d. R. anzeigen, daß die Potenz des heilenden Arzneimittels ausgeschöpft oder die Heilung schon erreicht ist.

 

(Auszug aus dem Buch ”Klassische Homöopathie für die junge Familie” von Dr. Joachim-F. Grätz)




Tisani VerlagTISANI - Bücher für Ihre Gesundheit

 

 

SFNav_up

 

 

 

[Home] [Neuerscheinungen] [Bücher] [Homöopathische Fragebogen] [Klassische Homöopathie] [Kontakt/Impressum] [AGB]