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„Todesursache: Nebenwirkungen – Gefahren durch unerwünschte Effekte von Arzneien unterschätzt: Einen der wichtigsten Killer in den Industrieländern haben die Statistiken offenbar lange übersehen: Tödliche Nebenwirkungen von Arzneimitteln müßten nach einer Studie an der Universität Toronto auf Platz vier unter den Todesursachen in den USA verzeichnet sein – direkt nach Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Schlaganfall. ... Dabei geht die überraschend hohe Zahl nicht auf Mißbrauch, Überdosierung oder falsche Verordnungen zurück. Solche Fälle haben die Forscher bei ihrer ‚Meta-Analyse‘ von mehr als 153 kleineren Untersuchungen aus vier Jahrzehnten bewußt ausgeklammert. Die meisten der erfaßten Patienten starben also, obwohl die Arzneien korrekt verschrieben worden waren. ... Auch bei der Prüfung von Arzneien auf Nebenwirkungen durch die Pharmaindustrie gebe es Lücken. Bevor ein Mittel zugelassen werde, sei es meist an 2.000 bis 4.000 Patienten ausprobiert worden – zuwenig, um seltene Nebenwirkungen zu erkennen. ‚Die eigentliche Testung erfolgt erst, wenn ein Mittel bereits auf dem Markt ist‘, sagt Munter. Von einer wissenschaftlich fundierten ‚Anwendungsbeobachtung‘, wie sie das Arzneimittelgesetz ansatzweise vorsieht, könne jedoch keine Rede sein. Solche Untersuchungen würden eher als Marketinginstrument genutzt. ... Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte räumt man daher ein, daß keine genaue Zahlen über Nebenwirkungen vorlägen.“ So stand es auf der Titelseite der „Süddeutschen Zeitung“ am 24.4.1998. (Hervorhebungen durch den Verfasser)
Oder: „Todes-Rezepte – In Deutschland sterben mehr Menschen an den Folgen falsch verordneter Medikamente als im Straßenverkehr. Das sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. ‚Im Schnitt erfolgen sechs Prozent aller Krankenhauseinweisungen wegen Unverträglichkeit von Arzneimitteln.‘“ – eine Zeitungsnotiz auf der ersten Seite des „Weilheimer Tagblatt“ vom 18.7.2005, sieben Jahre später. Dr. Vernon Coleman, Kritiker der Pharmaindustrie, drückt dies noch präziser aus: „Die Wahrscheinlichkeit, an den Nebenwirkungen der Medikamente zu sterben, die Ihr Arzt Ihnen verordnet hat, ist fünfmal höher als bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen.“ (Hervorhebung durch den Verfasser)
Die schädigende Wirkung von allopathischen Medikamenten gelangt in den letzten Jahren also doch mehr und mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit und wird durchaus auch von der Bevölkerung und den Medien als echte Gefahr für die Gesundheit erkannt. Der Begriff „Nebenwirkungen“, der im Grunde genommen völlig verkehrt ist, tritt zunehmend in das Bewußtsein der Menschen, die immer häufiger merken, daß allopathische „Kuren“ mit der Zeit chronisch krank machen.
Echte Nebenwirkungen kann es überhaupt nicht geben! Es gibt nur Wirkungen eines Stoffes oder einer Kombination von Stoffen (Medikament). – Dies sollte eigentlich spätestens seit den homöopathischen Arzneimittelprüfungen von Hahnemann am Gesunden bekannt sein! – In der Schulmedizin wird alles, was unerwünscht ist und nicht ins Konzept paßt, als sogenannte Nebenwirkung deklariert und damit bagatellisiert. Jedoch – jeder Stoff hat seine nur ihm eigenen (typischen) Wirkungen; eine Vielzahl von Wirkungen! Davon sind manche sehr dominant; andere dagegen fallen zunächst weniger intensiv auf oder erst im Laufe der Zeit, sind aber dennoch vorhanden. Der Begriff Nebenwirkungen ist eine bewußte Verzerrung von Tatsachen und Naturgesetzen! Im Klartext handelt es sich um nichts anderes, als um die Vertretbarkeit von Therapieschäden*.
Hahnemann spricht in diesem Fall von Arzneimittelmiasma und meint artifiziell hervorgebrachte Krankheiten durch den übermäßigen Konsum von Medikamenten und Drogen (Arzneimittelabusus). Was sich für seine Zeit noch relativ harmlos ausnahm, ist heutzutage exorbitant – „dank“ unserer Pharmakonzerne und deren Handlanger –, fast bis ins Unermeßliche angestiegen.** Auch der große deutsche Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche beklagt: „Die größte Krankheit des Menschen ist aus der Bekämpfung der Krankheit entstanden, denn die eigentlichen Heilmittel haben weit Schlimmeres gebracht, als man mit ihnen zu erreichen gedachte.“
Das Arzneimittelmiasma ist also rein artifizieller Natur bzw. iatrogen, d. h. im Prinzip durch den Arzt verursacht. Es geht zurück auf den Konsum von – nicht nur schweren – Medikamenten. Das beginnt heutzutage in der Regel schon im frühen Kindesalter mit fiebersenkenden Mitteln, Vitamin-D-Prophylaxe und Fluoretten, Pflegesalben für den Windelbereich mit Zinkoxid, geht über die Einnahme von Antibiotika, Cortison, Antiepileptika bis hin zu Antirheumatika, Barbituraten (Schlafmitteln), Psychopharmaka und anderen immunsuppressiven Arzneien. Aber auch nicht-rezeptpflichtige Präparate, welche häufig, regelmäßig und/oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, können dieses Miasma auslösen (sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, Stärkungsmittel, Vitaminkuren und dergleichen mehr).
In der sogenannten Naturheilkunde sagt die Bezeichnung „rein pflanzlich“ nichts über die Wirkung dieser Pflanzen aus; diese können trotzdem höchst giftig sein, giftiger als alle chemischen Substanzen zusammen. Bedenken wir, daß beispielsweise der Sturmhut (Aconitum) die giftigste Pflanze Europas ist! Dennoch können wir bei den meisten pflanzlichen Mitteln feststellen, daß diese vom Organismus in der Regel besser verarbeitet und wieder ausgeschieden werden als ihre chemischen Kontrahenten; jedoch sollten wir nie vergessen, daß es sich auch hier um recht grobstoffliche Medikamente, also Drogen handelt.
Chronische Krankheiten, bei denen – neben anderen Miasmen – auch das Arzneimittelmiasma präsent ist, sind gemäß Hahnemann bei weitem schwieriger zu behandeln als natürliche Krankheiten, da die ursprünglichen Symptome des Patienten durch die grobe heroische Wirkung der Chemie stark verzerrt wurden. Wir haben keine originalen und individuellen Symptomenbilder mehr vor uns, sondern nur noch verwischte Zustände, denen jegliche Subtilität und Individualität verlorengegangen ist. Das macht die Mittelfindung in der Behandlung von chronischen Krankheiten heute oft so unendlich schwierig! Wo verläuft denn der Scharlach noch so, wie er im Buche steht? Wer kann ihn auf Anhieb richtig diagnostizieren und von anderen Krankheiten unterscheiden? Häufig wird die Diagnose nur aufgrund von mehr oder weniger aufwendigen Bluttests und Abstrichen möglich.
Ganz besonders betroffen sind unsere älteren Mitbürger. Sie werden – laut Aussagen von Rechtsmedizinern – mit Medikamenten regelrecht vergiftet***: „Immer häufiger ist bei alten Leuten eine schleichende Medikamentenvergiftung als Todesursache zu verzeichnen.“ (Professor Dr. H.-J. Wagner). Anders als bei jüngeren Menschen baue ein älterer Giftstoffe sehr viel langsamer ab, so daß es zu sich akkumulierenden Vergiftungserscheinungen komme, welche dann mit Alterserscheinungen verwechselt werden! Abgesehen von den vielen organischen Leiden sind Beobachtungen im psychischen Bereich – wie „die Oma wird immer komischer“ – heute geradezu an der Tagesordnung. Laut Untersuchungen sind in unserer Zeit etwa 30 % aller Krankenhauseinweisungen auf Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen!
Statistisch gesehen haben die Menschen von heute zwar eine höhere Lebenserwartung****, aber ihre Lebensqualität ist dabei auf der Strecke geblieben. Schauen wir uns unsere heutige ältere Generation doch einmal an! Man könnte sagen, die Menschen stürben länger; häufig 20 bis 30 Jahre lang! Das fängt zunächst – von einem selbst und seinen Mitmenschen fast völlig unbemerkt – ganz schleichend an, wird mit der Zeit aber immer manifester und offensichtlicher. Zunehmend mehr „Zipperlein“ und Beschwerden stellen sich ein, man konsumiert regelmäßig immer mehr Medikamente. Diese gehören einfach dazu. Schließlich kommt es zu irreversiblen Störungen und Schädigungen. So starren viele ältere Mitbürger den ganzen Tag ins Leere, weil ihre geistigen Fähigkeiten nachgelassen haben. Andere erkennen ihre Angehörigen nur noch zeitweise oder gar nicht mehr und leben ausschließlich in ihrer Erinnerung oder in der Vergangenheit oder bringen alles durcheinander. Wieder andere sind von lebenserhaltenden Maschinen abhängig oder bettlägerig und müssen rund um die Uhr gepflegt werden.
Nach Angaben der amerikanischen Ärztekammer erleiden eine Million (!) Menschen allein in den USA durch die Einnahme von Pharmapräparaten schwere Gesundheitsschäden und mehr als 100.000 Amerikaner sterben als direkte Folge davon. Die meisten Pharmapräparate sind synthetische Produkte, die unser Körper als „Gift“ einstuft, welche Hirn-, Organ- und psychische Schäden sowie andere schwere „Nebenwirkungen“ hervorrufen. Dazu gehören auch so degenerative Krankheiten wie Parkinson („Schüttellähmung“), bei dem die Ursachen angeblich immer noch unbekannt sind. Doch das Roche Lexikon Medizin schreibt hierzu Klartext und führt beispielsweise unter dem Begriff Neuroleptika (Gruppe von Psychopharmaka; Antipsychotika; werden v. a. zur Behandlung von psychotischen Symptomen verwandt) an, daß diese das Parkinson-Syndrom verursachen können. Auch ich habe in meiner homöopathischen Praxis mehrfach die Erfahrung gemacht, daß die Patienten durch schwere Medikamente regelrecht zum Parkinson getrieben werden. Der Baubiologe Thomas Klein nennt noch weitere Pharmazeutika, die Hirnzellen zerstören und so mit der Zeit die Schüttellähmung via schleichender Vergiftung begünstigen: Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, Blutdrucksenker, durchblutungsfördernde Mittel, Schmerzmittel (Ibuprofen), Rheumamittel und Impfungen. – Da kann einem ganz anders werden, wenn man bedenkt, daß einige Mittel dieser Liste regelmäßig auch Kindern (ohne groß darüber nachzudenken) verabreicht werden, da die meisten Zeitgenossen jene eher als harmlos einstufen! – Analoges gilt mutatis mutandis auch für den, von vielen immer mehr, gefürchteten Morbus Alzheimer.
„Bereits 1960 wurde eingeräumt, daß mindestens 40 neue Krankheiten oder Syndrome auf die therapeutische Anwendung von Medikamenten zurückzuführen waren, und diese Zahl ist seitdem noch erheblich gestiegen.“ (aus einer Ansprache zum Verbraucherschutz von US-Präsident Kennedy vom 15.3.1962 zitiert von G. Edward Griffin in seinem Buch „Eine Welt ohne Krebs“)
In der chronischen Homöopathie ist also dem fünften Miasma ganz besonderes Augenmerk zu schenken. Dr. Eichelberger sagt dazu unmißverständlich: „Die chronischen Krankheiten haben sich seit Hahnemann total verändert! Die chronischen Fälle heute sind doch alle mißhandelt! Erst muß dies abgetragen werden, dann zeigen sich die eigentlichen Symptome des Patienten.“
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* Professor Dr. Peter Y. geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er unmißverständlich sagt: „Nebenwirkungen sind kein notwendiges Übel einer Therapie, sondern stellen die eigentlichen Hauptwirkungen dar. Ganz nebenbei dienen sie auch noch dazu, daß die Patienten entweder noch mehr Medikamente benötigen oder nicht so schnell gesund werden. Ein perfekt eingerichtetes Perpetuum mobile, mit dem man vor allem bei alten Menschen richtig viel Geld verdienen kann.“ [zurück]
** Besonders deutlich wird dies an dem jährlich erscheinenden Arzneimittelverzeichnis „Rote Liste“, in welchem alle in Deutschland zugelassenen Medikamente notiert sind, mit ihren Wirkstoffen, ihren Anwendungen samt Anwendungsbeschränkungen, ihren empfohlenen Dosierungen, ihren Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sowie ihren Anwendungen in der Schwangerschaft. Darüber hinaus gibt es im Anhang ein zentrales Kapitel „Signaturverzeichnis – Zusammenstellung von Gegenanzeigen, Anwendungsbeschränkungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Intoxikationen“, auf welches bei den einzelnen Medikamenten in Abhängigkeit ihrer Wirkstoffe immer wieder verwiesen wird. Allein dieses nach Wirkstoffen alphabetisch sortierte Zentralkapitel, umfaßt mehr als 220 kleingedruckte DIN-A4-Seiten (Stand 2005)! [zurück]
*** Ein kurzes Beispiel aus der homöopathischen Anamnese eines 89-jährigen Mannes: Dieser nimmt wegen „Durchblutungsstörungen mit Benommenheit und Schwindel“ und wegen „Verkalkung“ seit sieben Wochen „blutverdünnende Medikamente“ ein und darüber hinaus auch ein Mittel, „um den Blutdruck zu senken“, wie er sich ausdrückt. Seit einer Woche leide er nun an „unerträglichen Muskelkrämpfen und -verspannungen am ganzen Körper; an Armen, Beinen, Schultern, … einfach überall, welche es vorher nie gegeben hat“. Darüber hinaus habe er auch „brennende Schmerzen die Waden hinauf“, so daß er nur „30 bis 40 Meter am Stück“ gehen könne, und seit drei Wochen extreme, zuvor nie gekannte Schwächeanfälle, wobei der „ganze Körper eiskalt“ werde. Seit einer schweren Gastritis (Magenschleimhautentzündung) vor einem Jahr nehme er auch regelmäßig „Säureblockertabletten“ ein. [zurück]
**** Diese Aussage bezieht sich auf den statistischen Mittelwert und nicht auf die Lebenserwartung des einzelnen! Die Menschen werden heutzutage genauso alt wir früher. Der statistische Mittelwert ist jedoch ein Durchschnittswert. Er umfaßt die gesamte Bevölkerung, vom Säugling bis zum hochbetagten Greis. Wenn nun die Säuglinge heute fast alle nach der Geburt überleben und die Mütter nicht mehr am gefürchteten Kindbettfieber sterben, dann steigt selbstverständlich auch der statistische Mittelwert der Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung an! Für einen seriösen direkten Vergleich wäre es korrekt, nur die Daten der entsprechenden Altersgruppen heranzuziehen bzw. die Säuglingssterblichkeit und die Todesfälle infolge Kindbettfieber herauszurechnen. Somit handelt es sich hier eher um statistische Tricks, um von den eigentlichen Tatsachen und Zusammenhängen abzulenken. [zurück]
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